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Leinwand bedrucken: in 7 Schritten zur selbstgemachten Fotoleinwand

Eine Leinwand bedrucken ist nicht immer ein kostengünstiger Spass und im Vergleich zu herkömmlichen Fotoabzügen auch etwas umständlicher. Trotzdem gehört eine Fotoleinwand heute zu den beliebtesten Fotoprodukten zum Verschenken oder um sie im eigenen Zuhause aufzuhängen. Die gute Nachricht ist: Du kannst Leinwände mittels Keilrahmen oder Holzrahmen und den dazu gehörigen Produkten und Materialien ganz einfach selbst bedrucken. So musst du keine teuren Produkte einkaufen und erhältst ein individuelles Ergebnis mit persönlicher Note. Wir zeigen dir in sieben Schritten, wie du einen eigenen Leinwanddruck herstellst, Kosten sparst und gleichzeitig gelungene Fotogeschenke oder Dekoelemente schaffst.

1. Material und Produkte für die Fotoleinwand zusammenstellen.

Im ersten Schritt stellst du das benötigte Material für deine Fotoleinwand zusammen. Das Material findest du beispielsweise in einem Baumarkt oder in einem Geschäft für Kunst- und Bastelbedarf. Folgende Utensilien benötigst du:

  • unbedruckte Leinwand, zum Beispiel eine Mini-Leinwand
  • Laserdrucker (kein Tintenstrahl-Drucker!)
  • Foto-Transferkleber
  • Pinsel
  • Schale mit Wasser
  • weicher Schwamm oder Lappen

2. Arbeitsplatz für Keilrahmen, Foto und Leinwand vorbereiten

Im zweiten Schritt bereitest du deine Arbeitsfläche vor. Stelle sicher, dass der Untergrund und die Leinwand frei von Fett, Verschmutzungen und Staub sind. Das ist notwendig, damit du ein ordentliches, ebenmässiges Ergebnis erhältst und die einzelnen Pigmente an der Leinwand haften bleiben. Wichtig ist auch, dass der Untergrund trocken ist und der Keilrahmen nicht mit einer anderen Feuchtigkeit als mit den Foto-Transferkleber belastet wird.

3. Bild mit einem Laserstrahldrucker ausdrucken

Drucke nun die Bilder, welche du auf den Leinwänden haben möchtest, mit einem Laserdrucker aus. Wichtig ist, dass du keinen Tintenstrahldrucker verwendest, weil die Übertragung des Motivs mit einem Tintenstahldrucker nicht möglich ist. In der Farbwahl des Bildes bist du frei. Stelle jedoch folgende Punkte sicher:

  • Das Bild sollte die Grösse des Keilrahmens haben. Bist du dir wegen der Grösse unsicher, lohnt es sich, den Keilrahmen auszumessen, damit du ein genaueres Ergebnis erhältst.
  • Auch das gedruckte Bild sollte keinen Fettfilm oder Verschmutzungen aufweisen. Möchtest du es zwischenlagern, bewahre es deshalb beispielsweise zwischen zwei Blättern oder in einer Klarsichtfolie auf.
  • Je kräftiger die Farben des Bildes sind, umso prägnanter fällt das Endergebnis aus. Wenn du alles richtig machst, kannst du aber sicher sein, dass auch blasse Farben hinterher gut zur Geltung kommen.

4. Kleber auf die Leinwand auftragen

Zunächst trägst du den Foto-Transferkleber auf die Leinwand auf. Stelle sicher, dass du das gesamte Leinengewebe mit dem Kleber bestreichst. Achte bei diesem Schritt auf grosse Sorgfalt, damit deine Wandbilder später eine gute Qualität aufweisen. Lasse keine Stellen aus und streiche sicherheitshalber ein zweites Mal über die Leinwand. Tipp: Arbeite mit einem grösseren Pinsel, um den Kleber aufzutragen. Auf diese Weise stellst du sicher, dass die gesamte Fläche bestrichen wird.

5. Leinwände und Fotos zusammenkleben

Hast du die Leinwand bestrichen, wiederholst du das Prozedere mit deinem Motiv. Arbeite ruhig mit einer grosszügigen Menge und bestreiche das Bild vollständig mit dem Kleber. Wenn du fertig bist, folgt ein entscheidender Schritt: Jetzt musst du das Bild auf die Leinwand legen und dafür sorgen, dass alle hohlen Zwischenräume glatt gestrichen werden und sich keine Blasen bilden. Das ist wichtig, damit das komplette Motiv auf die Leinwand gedruckt wird und keine unschönen Lücken entstehen. Da es Leinwände in unterschiedlichen Grössen gibt, ist dieser Schritt oft mit etwas mehr Arbeit verbunden, wenn du dich für grössere Formate entscheidest. Unser Tipp: Verwende ein Buch oder ein Lineal, um das Bild glattzustreichen.

6. Alles ausreichend trocknen lassen

Hast du das Foto mit der Leinwand verbunden, solltest du die Fotoleinwand nun ausreichend trocknen lassen. Je nach Art des Klebers variiert die Wartezeit. Halte dich unbedingt an die Empfehlung des Herstellers, um sicherzugehen, dass du das gewünschte Ergebnis bekommst. Während einige Bilder schneller trocknen, kann es bei anderen Fotos auch etwas länger dauern. Hast du es mit einer besonders grossen Leinwand zu tun, kannst du diese sicherheitshalber auch über Nacht trocknen lassen. Das gilt zum Beispiel, wenn du eine grosse Fotocollage ausgedruckt und auf Leinwand übertragen hast.

7. Das Fotopapier entfernen

Im letzten Schritt arbeitest du mit Schwamm oder Lappen und Wasser. Du rubbelst das Papier vorsichtig von der Leinwand ab. Damit die Farbe haften bleibt, empfiehlt sich die Arbeit mit einem weichen Schwamm oder auch mit den eigenen Fingern. Dieser Schritt kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, weil du äusserst vorsichtig arbeiten solltest. Andernfalls kann es passieren, dass ein ganzes Stück vom Bild abgerubbelt wird. Das Bild solltest du danach trocknen lassen. Erst im Anschluss erkennst du, ob du fertig bist. Wenn noch Reste vom Fotopapier erkennbar sind oder ein heller Schleier sichtbar wird, entfernst du diese Reste nun. Wenn du die Leinwand erfolgreich bedruckt hast, nimmst du das Ergebnis in deine Galerie auf, machst Fotogeschenke daraus oder ersetzt das alte Poster von der Wohnzimmerwand damit!

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