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Architekturfotografen: Antworten auf alle wichtigen Fragen

Architekturfotografen haben es mit imposanten Bauwerken und beeindruckenden Schlössern zu tun, aber manchmal auch mit einem kleinen Baumhaus oder einem verlassenen Gebäude. Der Job ist vielseitig und erfordert Kenntnisse über Architektur, Technik, Raumgefühl und Geschichte. Hier kannst du nachlesen, was alles zu den spannenden Aufgaben des Fotografen gehört und was Architekturfotografie so besonders macht.

Was machen Architekturfotografen?

Architekturfotografen spezialisieren sich auf die Aufnahme von Bauwerken aller Art. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Industriegebäude
  • Häuser und Wohnungen
  • Baumhäuser
  • Denkmäler
  • Details und Innenräume
  • Schulen
  • Religiöse Einrichtungen (zum Beispiel Kirchen)
  • Öffentliche Einrichtungen (Schulen, Universitäten)

Fotografen, die sich auf Architektur konzentrieren, haben es mit einer vielseitigen Aufgabe zu tun. Sie arbeiten mit Elementen aus der Industrie- und Landschaftsfotografie, nehmen grosse, kleine, klare oder abstrakte Details auf und geben Gebäude aus unterschiedlichen Perspektiven wieder. Architekturfotografen werden von Auftraggebern aus diversen Branchen gebucht. Dazu gehören nicht nur Kunden aus der Immobilien- und Baubranche, sondern auch Aufträge für Marketing und Werbung aller Art, öffentliche Einrichtungen, künstlerische Arbeiten und Aufnahmen von Reisen, Landschaften und geschichtsträchtigen Gebäuden.

Was ist das Besondere an Architekturfotografie?

Die Besonderheit der Architekturfotografie: Es geht um die Visualisierung und um das Zusammenspiel von unterschiedlichen Formen, Farben, Linien und Details, die an oder in einem Bauwerk erkennbar sind. Diese können bei jeder Aufnahme anders wirken. Das bedeutet beispielsweise, dass Linien, die in der Realität gerade verlaufen, auf einem Foto schräg wirken können. Es gilt, diese Herausforderung mit der Symmetrie zu meistern.

Was gezeigt wird, hängt dabei von der Art des Auftrags ab: Während einige Kunden erwarten, dass die Aufnahmen realitätsnah und neutral wirken, legen andere Wert auf aussergewöhnliche Farben und Details, verspielte Perspektiven oder abstrakte Aufnahmen. Die Fotografen nehmen also keine willkürlichen Bauten auf, sondern zeigen ausgewählte Ausschnitte und Perspektiven in ihren Fotos.

Welche Qualifikationen sollten Architekturfotografen vorweisen können?

Ob Architekt oder professioneller Fotograf: Wer als Architekturfotograf arbeiten möchte, sollte einige Voraussetzungen mitbringen:

  1. Ein Gefühl für räumliches Denken haben: Wer ausgeprägt visuell denkt, erkennt schnell die Zusammenhänge von unterschiedlichen Elementen und kann diesen Vorteil für seine Aufnahmen in der Architekturfotografie nutzen.
  2. Ein Gespür für Details vorweisen: Um architektonische Elemente in seiner Fotografie in den Vordergrund zu stellen, hilft ein gewisses Feingefühl für spezielle Details bei der Arbeit mit Architektur.
  3. Auf Kundenwünsche eingehen: Obwohl viele Fotografen ihre subjektiven Erfahrungen in ihre Arbeit einfliessen lassen, erfüllen Architekturfotografen in erster Linie die Wünsche ihres Auftraggebers bei einem Projekt. Sie sollten deshalb Professionalität und Empathie mitbringen.
  4. Technik für gute Visualisierungen kennen: Ein sicherer Umgang mit Kamera, Objektiven und Stativ ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Architekturfotografen. Es helfen also nicht nur gute Kenntnisse über Architektur, sondern vor allem ein professioneller Umgang mit dem technischen Equipment bei Projekten.

Welche Vorteile bringt der Job als Architekturfotograf?

Architekturfotografen können die Vielfalt ihrer Aufträge geniessen, die sich aus den unterschiedlichen Projekten ergeben. So arbeiten sie nicht nur an einem Ort, sondern sehen auch viel von neuen Örtlichkeiten, Plätzen und Bauten. Der Vorteil: Es handelt sich meist nicht um einen eintönigen Job. Ihre Stärken werden gefördert und trainiert, wenn sie jedes Mal auf ein Neues vor einem Bauwerk stehen, ein Gebäude aufnehmen oder Bilder von innen machen. Ihr Geschick, ihre Kreativität und ihre Affinität zu Technik ist dabei immer aufs Neue gefragt.

Gibt es Nachteile in der Architekturfotografie?

Viele Architekturfotografen arbeiten auf selbstständiger Basis. Der Nachteil: Wer selbstständig arbeitet, ist nicht zwangsläufig mit Aufträgen ausgelastet und muss sich deshalb manchmal zweites Standbein aufbauen. Das kann in der Architektur selbst oder in einem anderen Beruf sein. Einige Fotografen und Architekten empfinden es ausserdem als herausfordernd, immer wieder an neue Orte reisen zu müssen, wenn neue Projekte anstehen.

Wie kann ich Bilder für eigene Projekte durch Architekturfotografen anfertigen lassen?

Ob für Zeitschriften, Flyer, Bücher, Ausstellungen oder anderes Werbematerial: Wenn du ein architektonisches Projekt startest, lohnt es sich durchaus, einen Profi zu engagieren. Schliesslich ist der visuelle Auftritt (etwa auf einer Online-Plattform) der erste Eindruck, den andere Menschen davon wahrnehmen. Ein Architekturfotograf steht dir unterstützend zur Seite, wenn es um das Einfangen von Details und Perspektiven geht, die eine bestimmte Botschaft vermitteln sollen. Das Aufgabenfeld ist aber noch breiter: Du kannst auch einen Fachmann buchen, wenn du Aufnahmen von deiner Immobilie machen möchtest, eine besondere Postkarte gestalten willst oder dir architektonisch künstlerische Aufnahmen für deine eigenen vier Wände wünschst.

Welche Ausstattung benutzen Architekturfotografen für ihre Aufnahmen?

Gearbeitet wird mit einer professionellen Spiegelreflexkamera, verschiedenen Objektiven und oft auch mit einem Stativ sowie Licht. Bei der Ausstattung kommt es darauf an, was der Fotograf mit seiner Aufnahme erreichen möchte. Willst du grössere Bauwerke aufnehmen, benötigst du eine möglichst kurze Brennweite und arbeitest mit Weitwinkelobjektiven. Auch gutes Licht spielt eine Rolle: Nimmst du Bauwerke oder Gebäudekomplexe in den Abendstunden auf, verwendest du zum Beispiel einen Blitz. Darauf kommt es insgesamt an:

  • eine gute Tiefenschärfe
  • eine ausreichende Beleuchtung mit Tageslicht oder künstlichem Licht
  • Farbechtheit der Bilder