Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Fotografen in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
HDR Photo – Sieben Fragen und Antworten zur Fototechnik für spektakuläre Bilder!

HDR Photo – Sieben Fragen und Antworten zur Fototechnik für spektakuläre Bilder!

Du kennst bestimmt den Begriff HDR Fotografie und wendest sie vielleicht sogar mit deinem Smartphone an, ohne genau zu wissen, was es bedeutet. Fotografen stehen oft vor dem Problem, dass der Vordergrund dunkel ist, der Hintergrund aber hell. Da normale Digitalkameras für die Belichtung nur einen Durchschnittswert berechnen, ist das Bildergebnis bezüglich der Belichtung nicht wirklich zufriedenstellend. HDR bedeutet High Dynamic Range oder "Bild mit hohem Dynamikumfang" und setzt an dieser schwierigen Belichtungssituation an. Damit das Foto deinem Seheindruck entspricht, muss die Belichtung unterschiedlicher Bereiche angepasst werden. Wir beantworten dir hier die wichtigsten Fragen zu dieser Aufnahmetechnik.

Wie wird ein HDR Bild erstellt?

Die Technik bei High Dynamic Range ist im Grunde genommen ziemlich einfach: Deine Kamera erstellt zwei oder auch mehrere Aufnahmen mit dem gleichen Bildausschnitt, aber mit unterschiedlichen Belichtungen. Die Software errechnet dann aus diesen Bildern eine neue Aufnahme. Dadurch entsteht bei schwierigen Lichtbedingungen ein Bild mit der idealen Belichtung aller Bildpartien, einer sehr guten Auflösung, hohen Kontrasten und die Farben sind klar und satt.

Was ist der Dynamikumfang in der Fotografie?

Der Dynamikumfang ist der Unterschied zwischen den hellsten und den dunkelsten Bereichen auf einem Bild. Jeder Fotograf ärgert sich über Aufnahmen mit wenig Kontrastumfang, da die Bilder fahl und nicht lebendig wirken. In der realen Welt beträgt der Dynamikumfang maximal 23 Blendenstufen von der Dunkelheit in der Nacht bis hin zur grellen Mittagssonne. Das menschliche Auge kann davon einen Dynamikumfang von etwa 20 Blendenstufen wahrnehmen. Somit siehst du einen grossen Teil des Möglichen. Mit einer guten Spiegelreflexkamera ist es möglich, im RAW Format mit etwa zwölf Blendenstufen zu fotografieren. Das reicht nicht aus, um an den Dynamikumfang des menschlichen Auges heranzukommen. Da das menschliche Auge einen enorm hohen Dynamikumfang im Verhältnis 10.000:1 festhalten kann, können die Kameras mit einem weitaus geringerem Dynamikumfang von 1000:1 nicht mithalten. Das bedeutet, dass wir in den Tiefen des Bildes nur noch schwarze und weisse Pixel ohne Bildinformation wahrnehmen. Hier spielt die HDR-Fotografie ihren Vorteil aus. Das Ergebnis: ein hoher Kontrast der hellen und dunklen Bildpartien mit einer gleichzeitig natürlichen Wirkung.

Welche Motive eignen sich für die Aufnahmen?

Für eine gelungene HDR-Aufnahme solltest du ein geeignetes Motiv wählen. Bei Tageslicht eignet sich ein beliebiges Objekt im Vordergrund mit einem möglichst dramatisch bewölkten Himmel im Hintergrund. Eine Gewitterstimmung mit einem Regenbogen wäre beispielsweise ein ideales Motiv. Bei der Auswahl gilt: Die Kontraste zwischen hell und dunkel sollten auf dem Foto möglichst hoch sein. Somit lassen sich auch nachts von beleuchteten Gebäuden dramatische und spektakuläre Aufnahmen erstellen. Wichtig: Das Objekt vor deiner Linse sollte sich aber bei der HDR Fotografie nicht bewegen.

Benötige ich für HDR Fotografien ein Stativ?

Du kannst HDR Aufnahmen ohne Stativ, ausschliesslich mit elektronischen Kameras im Smartphone oder der Digitalkamera erstellen. Der HDR Effekt wird hier durch Berechnung eines einzelnen Bildes aus mehreren Aufnahmen digital erzeugt. Wenn du aber mehrere Belichtungsreihen mit deiner Digitalkamera aufnehmen willst, macht der Einsatz eines Stativs Sinn, um die Aufnahmen nicht zu verwackeln und den identischen Bildausschnitt zu fotografieren.

Welche Kameraeinstellungen erzeugen dramatische HDR Bilder?

Für die HDR Fotografie eignet sich hervorragend eine digitale Spiegelreflexkamera mit einem manuellen Modus. Wichtig ist, dass du die Belichtung manuell verändern kannst. Bei folgenden Einstellungsmöglichkeiten erhältst du eine hervorragende Bildqualität mit fantastischen Tiefen und natürlichen Schatten:

  • Manueller Modus ausschalten
  • Autofokus ausschalten
  • Eine möglichst hohe Blendenzahl wählen, die du während des Shootings nicht änderst
  • Einstellung des Weissabgleichs und diesen ebenso während des Shootings nicht verändern
  • Bei einer Spiegelreflexkamera eventuell den Spiegel vor der Aufnahme hochklappen
  • Die Kamera auf dem Stativ platzieren
  • Du startest die automatische Belichtungsreihe deiner Kamera
  • Du stellst für etwa fünf Aufnahmen die Belichtung auf unterschiedliche Parts des Bildausschnitts manuell ein
  • Einstellung der Schärfe und starten der Belichtungsreihe

Wie erstelle ich aus einer Belichtungsreihe ein HDR Bild?

Die unterschiedlichen Aufnahmen aus deiner Belichtungsreihe musst du jetzt nur noch mittels eines Bildbearbeitungsprogramms zu einem einzelnen HDR Photo zusammenfügen. Das Verfahren nennt man Tone Mapping und ambitionierte Fotografen verwenden dazu in der Regel das Programm Photoshop. Es gibt aber auch kostenlose Software, die eine HDR Aufnahme berechnet und damit die gleiche Funktion erfüllen.

Gibt es die HDR Technologie auch bei Fernsehern und Monitoren?

Mit einem HDR TV wird der Bildinhalt wie beim Fotografieren auch sehr real wiedergeben. Das Bild erscheint in einer dynamischeren, klaren und tiefen Qualität. Hohe Kontraste lassen Weisstöne heller und Schwarztöne dunkler wirken. Mit HDR hast du einen sehr authentischen Bildeindruck und fühlst dich mitten im Geschehen. Die HDR Technik gilt daher als eine der besten Bildqualitäten überhaupt.

Der Fotografvergleich für die Schweiz. Finde die besten Fotografen in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Belichtungsmesser: Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Messmethoden

Fast jede Kamera besitzt einen und dennoch kann es sinnvoll sein, auf einen separaten zurückzugreifen, um optimal belichtete und professionelle Fotoaufnahmen zu erhalten. Die Rede ist von einem Belichtungsmesser, der die äusseren Lichtverhältnisse ermittelt und vorgibt, welche Einstellungen nötig sind. In unserem Ratgeber erklären wir dir die beiden Methoden, die es zur Belichtungsmessung gibt, und zeigen auf, wie die Messung bei Handbelichtungsgeräten und bei in Objektiven eingebauten Belichtungsmessern funktioniert. Ausserdem nennen wir dir die Vor- sowie die Nachteile der beiden Messmethoden.

360 Grad Kamera - Professionelle Fotos und Videos mit Rundumblick

Das Ziel aller 360-Grad-Kameratechnologien ist die Aufnahme von Rundum-Bildern. Den meisten Menschen dürften Kameras mit einem Fischaugen-Objektiv bekannt sein. Die Zusammenstellung der Einzelbilder zu einer Panoramaaufnahme oder einem Film erfolgt dabei durch eine spezielle Technik und Software. Die Bildauflösung (in Megapixeln) von 360-Grad-Bildern ist ähnlich der von digitalen SLR-Panorama-Kameras. Ein Schwachpunkt, mit dem eine Komponente der Modelle dennoch behaftet ist, ist ein relativ bescheidener interner Speicher (in GB). Viele 360-Grad-Kameras zeichnen mit 4k auf, und grosse Speicherkarten stossen schnell an ihre Grenzen. Eine ganz bemerkenswerte Anwendung ist der Einsatz als Drohnenkamera.

Die Fotolampe als tolle Geschenkidee

Eine personalisierte Fotolampe ist eine besondere Geschenkidee und gleichzeitig praktisch für den Gebrauch zu Hause. Lampen erfüllen einen Zweck, sollen für eine angenehme Beleuchtung sorgen und können im Design optimal an die Wohnungseinrichtung angepasst werden. Sehr schön wirkt eine Lampe mit einem Schirm voller Erinnerungsbilder. Beispielsweise gibt es sehr hochwertige Modelle, die im Design gelungen sind, etwa wie eine Diashow aussehen oder mit modernen Ständern eine eigene Wirkung erzielen.

Drohnen mit Kamera – die Welt aus der Vogelperspektive entdecken

Aufnahmen aus der Luft waren bis vor einigen Jahren nur wenigen Personen vorbehalten, denn für Bilder oder Videos mussten Aufbauten errichtet oder ein Hubschrauber organisiert werden. Drohnen mit Kamera erlauben jedem Hobbyfilmer und -fotografen spektakuläre Luftaufnahmen – und zwar ohne grossen Aufwand. Wir zeigen dir, wie die kleinen Luftfahrzeuge funktionieren, was sie können und wie du sie einsetzen darfst. Unsere Vergleichsplattform beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Drohnen mit Kamera.

Photophobie: die Angst vor Licht

Du reagierst empfindlich auf Sonnenlicht? Dann bist du nicht allein, denn viele Menschen vertragen direkte Sonneneinstrahlung nicht und reagieren mit gereizten Augen. In diesem Fall musst du aber noch nicht an einer Photophobie leiden. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der du sogar auf künstliche Lichtquellen wie Strassenlaternen sensibel reagierst. Unerklärliche Kopf- oder Augenschmerzen oder gar mit Migräne können unter Umständen auf eine Photophobie hindeuten. Ein Augenarzt wird schnell feststellen, ob bei dir eine Photophobie vorliegt und wie sie am besten behandelt wird.

Seitenverhältnis berechnen: So gibt es optimale Bildausschnitte

Was bedeutet eigentlich 4:3 und was sagt 10x15 aus? Bei den Bildgrössen von Fotos kommt es häufig zu Verwirrungen. Was ein Seitenverhältnis eigentlich ist und in welchem Format du fotografierst, damit deine Fotos optimal in den Bilderrahmen passen – Fragen, wie diese, beantworten wir dir in unserem Ratgeber. Du erfährst Schritt für Schritt, was ein Seitenverhältnis ist und wie du es berechnest. Ausserdem erklären wir die die unterschiedlichen Masseinheiten und wie du Seitenverhältnisse trotz Änderung der Bildgrösse beibehalten kannst.