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CPL Filter: Weniger Reflexion, farbintensivere und kontrastreichere Bilder

Beeindruckende Landschaften mit blauem Himmel, ein Segelschiff auf türkisgrünen Wellen oder eine glitzernde Seeoberfläche: Das sind tolle Fotomotive und echte Klassiker der Fotografie. Doch was in echt so wunderbar in intensiven Farben leuchtet, ist auf der Aufnahme oft ernüchternd: Spiegelungen und Reflexion stören die Bildkomposition. Hier hilft dem Fotografen der CPL Filter. Was genau das ist, welche Effekte sich mit diesem Hilfsmittel erzielen lassen und wann und wo es zum Einsatz kommt: Diesen Fragen gehen wir im folgenden Artikel einmal auf den Grund.

Was ist ein CPL Filter?

Oft findet sich auch die Bezeichnung Polarisationsfilter oder abgekürzt Polfilter für dieses Hilfsmittel aus der Fotografie. Der CPL Filter ist einer von drei Filtern, die auch in der modernen Technik der Digitalfilter noch nicht durch Programme ersetzbar sind. Die beiden anderen sind der Graufilter und der UV-Schutzfilter. Der Filter wird bei einer Spiegelreflexkamera auf das Gewinde des Objektivs aufgesetzt. Auch für manche Kompaktkameras und Systemkameras kommt dieser Filter in Frage, wenn sie entsprechend mit einem Gewinde ausgestattet sind. Du fotografierst analog? Auch dann erfüllt der CPL Filter seine Funktion bestens. Selbst für Drohnen gibt es inzwischen Polfilter, diese müssen natürlich besonders leicht sein, um das Fluggerät nicht unnötig zu belasten.

Was bedeutet das Kürzel CPL im Filter?

CPL steht für den englischen Ausdruck Circular Polarizer, auf Deutsch zirkularer Polarisationsfilter. Er bezieht sich darauf, dass der Filter seine Effekte erzielt, indem er zirkulares Polarisationslicht mildert oder verstärkt. Es gibt zwei Varianten des CPL Filters, den zirkularen und den linearen Polfilter. Sie unterscheiden sich in Preis und Qualität deutlich: Während der lineare CPL Filter nur in eine Richtung funktioniert, kannst du durch den zirkularen in beide Richtungen schauen. Der zirkulare Filter ist für die Anwendung auf Spiegelreflexkameras geeignet und bietet ein grösseres Spektrum an möglichen Effekten. Dafür ist die lineare Ausführung deutlich günstiger zu haben.

Was ist polarisiertes Licht?

Licht geht immer von einer Quelle aus und schwingt dabei in dreidimensionalen Schwingungen. Es trifft auf Oberflächen, die in unterschiedlicher Weise reflektieren: Bei manche Flächen kommt es zur Reflexion, andere absorbieren das Licht. Die Lichtwellen schwingen also auf verschiedenen Ebenen. Das hat grossen Einfluss auf die Aufnahme einer Kamera. Ein CPL Filter kann dieses polarisierte Licht beziehungsweise die Schwingung des Lichtes auf eine Ebene reduzieren und damit die Spiegelungen mildern, indem er das Licht von nur einer festgelegten Polarisationsrichtung herausfiltert.

Anwendung in der Fotografie: Wofür wird der CPL Filter benutzt?

Mit dem Polfilter lassen sich Kontraste und Farben besonders gut herausarbeiten. Deshalb ist er ein beliebtes Hilfsmittel bei Landschaftsfotografen. An trüben, wolkigen Tagen etwa kann die Anwendung des Filters die Farben des Himmels und der Landschaft intensivieren. Oberflächen, die starke Spiegelungen verursachen, etwa ein See oder generell eine Wasseroberfläche, lässt sich durch die Wirkung des Filters durchsichtiger darstellen. Generell ist der Filter dazu gedacht, Spiegelungen und Reflexionen entweder mildern oder zu bestärken, je nachdem, auf welche Effekte du abzielst.

Wo wird der Filter gegen Spiegelungen eingesetzt?

Die Einsatzmöglichkeiten für den Polfilter sind recht vielfältig. Manche Fotografen verwenden ihn fast durchgängig. Die wichtigsten Einsatzgebiete in der Fotografie sind hier einmal übersichtlich aufgelistet:

  • Landschaftsfotografie
  • Motive mit Wasseroberflächen
  • Unterwasserfotografie
  • Porträtfotografie, besonders bei Brillenträgern
  • 3D Projektion
  • Fotografie durch Oberflächen hindurch, etwa ein Fenster oder die Wasseroberfläche
  • glitzernde Oberflächen, etwa bei reflektierenden Ölbilder

Wie verwende ich den Filter gegen Reflektionen mit meiner Kamera?

Den Polfilter anzubringen, ist einfach. Er wird direkt auf das Objektiv deiner Kamera aufgeschraubt. Achte also beim Kauf darauf, die richtige Grösse zu wählen. Am besten nutzt du für jedes Objektiv einen eigenen Filter. Er lässt sich zwischen den Aufnahmen wechseln, das ist allerdings aufwändig und umständlich. Ständige Umbauten führen gern einmal dazu, dass Kratzer auf Objektiv oder Filter gelangen. Am besten nutzt du für die Aufnahmen auch ein Stativ. Das deshalb, weil die Kamera durch den Filter eine etwas längere Belichtungszeit braucht, da sich die einfallende Lichtmenge verringert. Damit die Fotos nicht verschwimmen oder verwackeln, stellst du die Kamera aufs Stativ und veränderst Blenden und Belichtungszeit entsprechend.

Einsatz in der Praxis: Wann setze ich den CPL Filter effektiv ein?

Grundsätzlich kann jeder den CPL Filter nutzen, der mit der Technik vertraut ist. Mit etwas Übung verbesserst du damit die Qualität deiner Aufnahmen beträchtlich. Hast du die Kamera aufgebaut, drehst du den Filter bis zur passenden Einstellung. Durch die Drehung verändert sich die Wellenlänge des herausgefilterten Lichtes. Du schaust durch den Sucher der Kamera und drehst langsam den Filter weiter. Bis zu einer Drehung von 90 Grad hat der Filter einen verstärkenden Effekt, jenseits davon vermindert sich dieser. Welche Drehung die richtige ist, hängt vom Winkel des Lichts und deines Motives ab. Ein 90 Grad Winkel ist am effektivsten für den gewünschten Effekt. Das bedeutet, dass die Lichtquelle in einem Winkel von 90 Grad auf dein Motiv fällt. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, wie fast immer in der Fotografie, doch für den Anfang genügt diese Annahme als Faustregel. Hast du die passende Einstellung für die Anwendung gefunden, betätigst du den Auslöser.

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