Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Filmlichtempfindlichkeit und Photophobie – ganz unterschiedliche Sachverhalte!

Von einer Photophobie spricht man, wenn die Augen Licht gegenüber sehr empfindlich reagieren. Das kann bei Migräne der Fall, aber auch Symptom einer Krankheit sein. In beiden Fällen führen Lichtreize zu Schmerzen. Es muss sich dabei nicht um Sonnenlicht handeln, die Blendung kann auch von künstlich erzeugtem Licht ausgehen. Was beim Film eine Überbelichtung verursacht, löst im Auge Schmerzen aus. Was haben Filmlichtempfindlichkeit und Photophobie gemeinsam? Was ist mit der Lichtempfindlichkeit der Haut? Und welche Ursachen hat eine Lichtscheu? Du hast die Fragen – wir die Antworten!

Was ist Filmlichtempfindlichkeit?

Die Filmlichtempfindlichkeit bezeichnet die Lichtempfindlichkeit von Filmen und Platten, die in der Fotografie verwendet werden. Höhere Filmlichtempfindlichkeit bedeutet, dass eine dunkle Umgebung auch bei kurzer Belichtungszeit fotografiert werden kann. Heute findest du bei analogen Filmen die Angabe zur Filmlichtempfindlichkeit in ISO. Oft sind auch noch Angaben in DIN, in ASA oder in GOST angegeben. Die Filmlichtempfindlichkeit ist auf der Verpackung der Filme aufgedruckt, du findest sie auch noch einmal auf der Filmpatrone. Bei alten Kameras stellst du die Filmlichtempfindlichkeit noch manuell ein, schon seit 1983 waren die Kleinbildfilme im Format 135 jedoch mit einer automatisch aaslesbaren DX-Kodierung versehen. Andere Filmformate verfügten nach und nach ebenfalls über dieses System.

Was ist eine Photophobie?

Die Photophobie hat mit der Filmlichtempfindlichkeit erst einmal nichts zu tun. Es handelt sich dabei um Symptome, die von Migräne oder anderen Krankheiten ausgelöst werden können. Man spricht von einer Photophobie, wenn die Augen gesteigert lichtempfindlich oder lichtscheu sind. Trifft Sonnenlicht oder helles künstliches Licht auf das Auge, verursacht das dann Schmerzen.

Welche Ursachen hat die Photophobie?

Der Begriff Photophobie bedeutet eigentlich Lichtscheu oder Lichtangst. Die Lichtempfindlichkeit äussert sich durch Brennen und Tränen, durch gerötete und trockene Augen. Begleitend können Schwindel und Kopfschmerzen oder Migräne auftreten. Stechende Schmerzen in den Augen sowie ein Verlust der Sehstärke oder Einschränkungen des Sehvermögens können damit einhergehen. Die körperliche Ursache von Lichtempfindlichkeit liegt darin, dass überaktive Nerven einfach einen zu starken Lichteinfall an das Gehirn melden, was zum Lidschlussreflex führt, obwohl nur eine "normale Menge" Licht gegeben ist. Dahinter stecken Krankheiten wie eine Entzündung der Hornhaut oder der Regenbogenhaut, ein Glaukom, eine Linsentrübung oder eine Pupillenerweiterung. Manchmal sind aber auch die falsche Verwendung von Kontaktlinsen, Verletzungen oder die Verwendung von Pflegemitteln die Ursache. Toxische Membranschäden kommen ebenfalls in Frage, genauso wie Sonnenbrand und zu hohe UV-Strahlung.

Warum reagieren Augen und Haut empfindlich auf Licht?

Licht ist Strahlung, die von der Sonne ausgeht. Das für den Menschen sichtbare Licht macht aber nur einen kleinen Teil dieser Strahlung aus. Zusammen mit dem sichtbaren Licht strahlt die Sonne auch immer UV-Strahlen ab, ebenso Röntgen-Strahlen, Infrarot-Strahlen und weitere Strahlenformen. Diese sind für uns Menschen nicht sichtbar. Einige Tiere wie beispielsweise Bienen können im UV-Bereich sehen. Hohe UV-Strahlung ist aber für die meisten Lebensformen nicht gesund und schadet dem Körper. Daher reagieren Haut und Augen empfindlich auf die Strahlen, die die Sonne gemeinsam mit dem sichtbaren Licht ausstrahlt.

Welche Krankheiten stecken hinter den Symptomen der Photophobie?

Hinter einer Photophobie können verschiedene körperliche Erkrankungen stecken, aber auch Verletzungen wie eine Gehirnerschütterung, eine Hirnblutung. Ebenso können Erkältungen und Krankheiten wie Masern, Tollwut und Epilepsie Ursachen sein. Wieder andere Erkrankungen sollte der Augenarzt abklären, denn

  • Farbenblindheit
  • Grauer Star
  • Grüner Star
  • Hornhautentzündung

und weitere Krankheiten können zu einer Photophobie führen. Auch starker Stress und Belastung, Depressionen und weitere mentale Erkrankungen haben möglicherweise eine Lichtscheu zur Folge. Für eine Behandlung der Symptome sind daher nicht immer Medikamente erforderlich. Nicht selten kann auch eine Therapie die Lösung sein.

Wie kann man Photophobie und Filmlichtempfindlichkeit erklären?

Filmlichtempfindlichkeit hat mit einer Photophobie nichts zu tun. Denn die Lichtempfindlichkeit von Filmen und Fotoplatten ist den verwendeten Chemikalien geschuldet. Die Lichtempfindlichkeit des menschlichen Auges beziehungsweise das schmerzhafte Empfinden eines zu hellen Lichts hat dagegen mehr mit der Signalübertragung zwischen Auge und Gehirn zu tun. Die Ursachen liegen bei einer elektro-chemischen Signalübertragung. Die beiden Begriffe lassen sich daher nicht in eine einzelne Erklärung fassen.

Sonnenbrille gegen Photophobie – kann ich die Brille auch bei hoher Filmlichtempfindlichkeit einsetzen?

Wenn die Sonne so hell scheint, dass es in den Augen weh tut, trägst du eine Sonnenbrille. Sie filtert einen Teil des sichtbaren Lichtes und im Idealfall auch die UV-Strahlung heraus. Das Ergebnis: Es trifft weniger Strahlung auf dein Auge, du blinzelst weniger und fühlst dich insgesamt wohler. Auf der Haut übernimmt Sonnencreme diese Funktion. Wenn du nun mit einem Film mit hoher Filmlichtempfindlichkeit an einem sonnigen Tag im Freien fotografieren willst, wird das schwierig. Du kannst die Belichtungszeit heruntersetzen, dann werden die Bilder unter Umständen nicht überbelichtet. Eine Sonnenbrille vor der Linse würde zwar einen Teil des sichtbaren Lichtes herausfiltern. Aber deine Fotos werden aller Wahrscheinlichkeit nicht zufriedenstellend ausfallen. Denn das Motiv auf der anderen Seite der Sonnenbrille wird vermutlich verschwommen, unscharf, verzerrt oder gar nicht sichtbar sein.

Das könnte dich auch interessieren

APS C Sensor für anspruchsvolle Fotografie im kompakten Format

Der moderne Fotograf, der eine hohe Bildqualität mit entsprechender Auflösung schätzt und gleichzeitig ein kompaktes Gerät benötigt, wählt in vielen Fällen ein Modell mit APS C Sensor. In Kombination mit einem hochwertigen Objektiv mit der entsprechenden Schärfentiefe und einem Autofokus sowie der geeigneten Brennweite bietet dieser Sensor dir auf kleiner Fläche viel Leistung. Die Empfindlichkeit fällt hoch aus, die Bildqualität entsprechend ebenfalls. Wissenswertes zum APS C Sensor gibt es hier.

Subtraktive Farbmischung – ein wichtiger Bestandteil der Farblehre

Die Mischgesetze bei Lichtfarben und Körperfarben ergeben beeindruckende Zusammenhänge. Abgekürzt werden sie mit RGB und CMY und sind primär für Farbfilme oder Druckverfahren interessant. RGB sind die Primärfarben der Lichtfarben und die Sekundärfarben der Körperfarben. CMY sind die Primärfarben der Körperfarben und die Sekundärfarben der Lichtfarben. Daraus ergeben sich zwei Mischsysteme für Licht- und Körperfarben, die additive und subtraktive Farbmischung. Alles über die letztere erfährst du hier.

Bild Rückwärtssuche: ähnliche Bilder im Handumdrehen finden

Vielleicht kennst du das Problem: Du sucht auf deinem Computer im Internet passende Bilder zum Beispiel für eine Hausarbeit, einen Blogeintrag oder einfach für die private Verwendung. Die Bildersuche per Suchbegriff gestaltet sich jedoch häufig umständlich. Das passende Foto will einfach nicht auftauchen und vielleicht weisst du nicht, welche Suchbegriffe am erfolgversprechendsten sind. Mit der Bild-Rückwärtssuche findest du Bilder, die einem Ausgangsbild ähneln. Diese einfache Bildrecherche funktioniert im Browser häufig per einfachem Rechtsklick oder über einen Dienst wie Tineye. In diesem Ratgeber findest du viele Tipps, wie du die umgekehrte Bildsuche am besten einsetzt.

Vollformatkameras: sieben Fragen und Antworten rund um ihre Verwendung

Wer sich für die Fotografie interessiert, kommt nicht umhin, sich mit dem Thema Vollformatkameras auseinanderzusetzen, denn ohne diese gelingt der perfekte Shot nur schwer. Auch wenn moderne Smartphone-Kameras durchaus eine hohe Bildqualität vorweisen können, reicht kaum etwas an das Level professioneller Systemkameras heran. Während die Fotografie auf dem Smartphone einfach zu erlernen ist, wirft die Königsklasse der Kompaktkameras einige Fragen auf. Was ist ein Vollformatsensor? Welche Objektive eignen sich am besten und welches Zubehör benötige ich? Wie mache ich die besten Bilder? Wir beantworten dir die wichtigsten Fragen.

Passfoto-Format: 7 Fragen und Antworten

Ein Passfoto benötigst du für deinen Personalausweis und deinen Reisepass, um beispielsweise ein Visum beantragen zu können und diverse weitere Anlässe. Die Herausforderung: Nicht jedes Foto wird von offiziellen Behörden anerkannt. So kann es passieren, dass wichtige Anträge abgelehnt werden. Passbilder müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, damit sie anerkannt werden. Wenn du wissen möchtest, welches Passfoto-Format korrekt ist, worauf du bei einem Passbild für Personalausweis und Reisepass achten musst und welche Fehler die gängigsten sind, erfährst du die Antworten im folgenden Artikel.

Fotoleinwände – der Blickfang im Wohnzimmer

Fotoleinwände sind eine ideale Möglichkeit, den eigenen vier Wänden eine persönliche Note zu verleihen. Im Gegensatz zum Fotoposter wird das Lieblingsfoto auf eine Leinwand gedruckt, was einen sehr viel hochwertigeren Eindruck macht. Dabei stehen unterschiedliche Formate zur Auswahl, sodass auch in einer kleinen Wohnung Platz für eine Fotoleinwand ist. Leinwandbilder überzeugen mit satten, kräftigen Farben und starken Kontrasten. Die Gestaltungsvarianten sind vielfältig und lassen kaum Wünsche offen.