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Teleobjektive: Tipps und Infos für gestochen scharfe Bilder aus grosser Entfernung

Teleobjektive: Tipps und Infos für gestochen scharfe Bilder aus grosser Entfernung

Das Siegtor beim Fussball, der Affe in freier Wildbahn oder die perfekte Portraitaufnahme – mit einem Teleobjektiv kannst du viele Momente mit gestochen scharfen Bildern einfangen. Vor allem, wenn du selbst nicht im Geschehen sein kannst, lohnt sich ein Teleobjektiv. Dank ihres Vergrösserungseffekts gibt es für Teleobjektive vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Wir verraten dir, wann sich die Anschaffung lohnt, welche Brennweiten für die unterschiedlichen Aufnahmen geeignet sind und welche Risiken im Hinblick auf die Bildqualität bei sehr langen Brennweiten bestehen. Ausserdem erklären wir dir den Unterscheid zwischen Teleobjektiven mit Zoom und einer Festbrennweite und auf welche Aspekte du beim Kauf achten solltest.

Was ist ein Teleobjektiv bei der Kamera?

Teleobjektive sind in der Regel Wechselobjekte, die nicht fest an der Kamera installiert sind, sondern im Bedarfsfall aufgesetzt werden können. Sie dienen dazu, Objekte ähnlich wie ein Fernglas näher heranzuholen und zu vergrössern. Im Vergleich zu einem Normalobjekt haben Teleobjektive

  • einen kleineren Bildwinkel
  • eine längere Brennweite
  • (häufig) eine geringere Schärfentiefe

Welche Einsatzbereiche gibt es für ein Teleobjektiv ausser der Landschaftsfotografie?

Zum Einsatz kommen Teleobjektive immer dann, wenn du Motive näher heranholen willst. Möglicherweise willst du dich dem Geschehen nicht weiter annähern – das kann etwa bei Tieraufnahmen der Fall sein – oder du kannst es gar nicht. Ausserdem eignen sie sich aufgrund ihrer geringeren Tiefenschärfe dafür, Motive im Vordergrund hervorzuheben beziehungsweise von den anderen Bildinhalten und dem Hintergrund freizustellen – durch eine nachträgliche Bildbearbeitung kannst du diesen Effekt sogar noch verstärken. Beliebt sind Teleobjektive daher vor allem für folgende Einsätze:

  • Portraitaufnahmen
  • Sportfotografie
  • Tierfotos
  • Architekturfotografie
  • Natur- und Landschaftsfotografie
  • Reisefotografie
  • Makrofotoaufnahmen

Welche Brennweiten gibt es beim Teleobjektiv für die unterschiedlichen Entfernungen?

Als Brennweite wird die Entfernung zwischen der Hauptebene des Motivs und dem Bildsensor, der sogenannten Aufnahmeebene, bezeichnet. Hier gilt: Je grösser die Brennweite ist, desto weiter kann das Objekt entfernt sein und desto kleiner wird der Bildausschnitt beziehungsweise der Bildwinkel. Teleobjektive besitzen demnach im Vergleich zu Standardobjektiven grössere Brennweiten ab mindestens 60 Millimeter. Teleobjektive sind mit unterschiedlich hohen Brennweiten erhältlich. Unterschieden wird dabei zwischen verschiedenen Varianten:

  • Portraitobjektive mit Brennweiten zwischen 60 und 100 Millimeter
  • Standardteleobjektive mit einer Brennweite von circa 100 bis 200 Millimeter
  • Superteleobjektive, die eine Brennweite von bis zu 1.200 Millimeter aufweisen können
  • Spiegellinsenobjektive als Sonderbauart für Brennweiten zwischen 200 und 2.000 Millimeter

Was sollte ich bei Teleobjektiven mit sehr kleinen Bildwinkeln im Hinblick auf die Bildqualität beachten?

Bei besonders kleinen Bildwinkeln ist die Brennweite sehr lang: Dass bedeutet unter anderem auch, dass nicht immer ausreichend Licht über den Sensor eingefangen wird. Um die schlechten Lichtverhältnisse auszugleichen, musst du dich längeren Belichtungszeiten bedienen, die wiederum das Risiko von Verwacklungen und damit einer schlechteren Bildqualität erhöhen. Auch der vergrösserte Abbildungsmassstab kann unscharfe Fotos verursachen. Um das zu vermeiden, lohnt sich (abhängig vom Einsatz) häufig bei Teleobjektiven die Verwendung eines Stativs. Auch ein Bildstabilisator, der bei einigen Kameras bereits direkt integriert ist, trägt zu einer besseren Bildqualität bei.

Was ist der Unterschied zwischen Teleobjektiven mit Festbrennweite und einem Zoomobjektiv?

Ein Teleobjektiv ist entweder mit einer Festbrennweite oder einem Telezoom ausgestattet. Ein Zoomobjektiv besitzt dabei keine feste Brennweite, sondern einen variablen Brennweitenbereich, meist zwischen 70 und 130 Millimeter, den du direkt am Objektiv verstellen und damit Motive heran- oder herauszoomen kannst. Objektive mit einem Zoom bieten die Vorteile, dass du sich ändernde oder unterschiedliche Situationen innerhalb kürzester Zeit ablichten kannst. Da du die Möglichkeit hast, direkt zwischen unterschiedlichen Brennweiten zu wechseln, garantiert ein Zoomobjektiv eine hohe Flexibilität. Die Qualität der Objektive mit Festbrennweite ist dagegen meist etwas besser, ausserdem sind diese Objektive leichter.

Worin unterscheidet sich ein Teleobjektiv von einem Teleskop?

Ein Teleskop ist vergleichbar mit einem leistungsstarken Fernrohr, das extrem weite Entfernungen abbilden kann und daher im Vergleich zum Teleobjektiv einen noch grösseren Vergrösserungeffekt hat. Aus dem Grund kommt es auch in der Astrologie häufig zum Einsatz. Mit einem Teleskop, das es ab einer Brennweite von circa 400 Millimetern gibt, ist es in der Regel auch möglich, Fotos zu machen. Die wesentlichen Unterschiede zum Teleobjektiv sind: Teleskope haben keine verstellbare Blende und keinen Autofokus, dagegen aber ein gewölbtes Bildfeld.

Auf welche Aspekte sollte ich beim Kauf eines Teleobjektivs achten?

Teleobjektiv ist nicht gleich Teleobjektiv. Um das passende Gerät für deinen Verwendungszweck zu finden, solltest du dich daher vor dem Kauf über die Eigenschaften des Teleobjektivs informieren. Achte hierbei auf folgende Aspekte:

  • die Brennweite beziehungsweise den Brennweitenbereich
  • das Objektiv mit Festbrennweite oder als Zoom
  • das Vorhandensein eines Bildstabilisators
  • die Blende
  • die Bildqualität
  • die Kompatibilität zu deiner Kamera (achte hierbei auf die Grösse des Filtergewindes)
  • das Zubehör, zum Beispiel ein Stativ
  • das Preis-Leistungsverhältnis

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