Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Parallelperspektive: Hilfreiche Infos zum perspektivischen Zeichnen von Schrägbildern

Parallelperspektive: Hilfreiche Infos zum perspektivischen Zeichnen von Schrägbildern

Für die Planung und Entwicklung von Gebäuden, Fahrzeugen, Möbeln und anderen Produkten werden in der Regel vorab Zeichnungen für die bessere Anschaulichkeit und als Grundlage für die spätere Umsetzung skizziert. Um Räume einfach und übersichtlich dreidimensional darzustellen, kommt häufig die Parallelperspektive zum Einsatz. Wir erklären dir, wodurch sich die Parallelperspektive auszeichnet, welche Typen es gibt und worin sie sich von der Zentralperspektive unterscheidet. Ausserdem erklären wir dir die Grundlagen, damit du selbst Gegenstände mit räumlicher Wirkung in der Parallelperspektive zeichnen kannst.

Was sind die Grundlagen der Parallelperspektive?

Möchtest du dreidimensionale Bilder eines Raumes auf einer zweidimensionalen Zeichenfläche (der sogenannten Projektionsebene) abbilden, entsteht eine perspektivische Zeichnung. Durch die Perspektive kannst du optisch die Illusion von Räumlichkeit und Tiefe erzeugen. Eine Art der Perspektivenzeichnung ist die Parallelperspektive, auch als Parallelprojektion oder Schrägbild bezeichnet. Sämtliche Linien in der Tiefe (der Dreidimensionalität) verlaufen hierbei grundsätzlich parallel und berühren einander nicht.

Worin unterscheidet sich die Parallelperspektive von der Zentral- oder Punktperspektive?

Um die Parallelperspektive besser verstehen zu können, lohnt sich ein Vergleich zur Zentralperspektive, auch Punktperspektive genannt. Im Gegensatz zu zentralperspektivischen Darstellungsvarianten, bei der sich die Linien in der Tiefe in einem Fluchtpunkt treffen und damit aufeinander zulaufen, bleiben die Tiefenlinien bei der Parallelperspektive stets parallel. Während durch die Abbildung der Zentralperspektive beim Betrachter der Eindruck einer perspektivischen Verkürzung entsteht, führt die dargestellte zunehmende Entfernung bei der Parallelperspektive hingegen nicht zu einer optischen Verkleinerung. Zwar stimmt die Punktperspektive eher mit dem natürlichen Seheindruck überein, bei Zeichnungen mit Parallelperspektive ist die Ablesbarkeit von Massverhältnissen jedoch deutlich einfacher. Aus diesem Grund wird sie in zeichnerischen Darstellungen, zum Beispiel in der Architektur, häufiger verwendet als die Zentralperspektive.

Welche Darstellungen beziehungsweise Arten der Parallelperspektive gibt es?

Die Parallelperspektive kann auf zwei verschiedene Arten dargestellt werden. Unterschieden wird zwischen:

  1. der isometrischen Projektion als Gleichmass: Bei der Isometrie stehen alle Tiefen und Breiten in einem Winkel von 30 Grad zu der waagerechten Linie, die Kanten werden unverkürzt gezeichnet.
  2. der dimetrischen Projektion als ungleiches Mass: Die Dimetrie weist ein ungleiches Mass auf. Während die Breiten und Höhen im Massstab 1:1 abgebildet werden, wird die Tiefe um die Hälfte der Länge verkürzt. Die Linie der Breite hat einen Winkel von sieben Grad, während die verkürzt dargestellte Tiefe einen Winkel von 42 Grad zur Waagerechten aufweist.

Beide Arten der Parallelperspektiven sind nach DIN 5 genormt. Als dimetrische Projektion gibt es zudem noch zwei Sonderformen: die Kavalierperspektive und die Militärperspektive. Hinweis: Auch eine sogenannte Dreitafelprojektion gehört im weiteren Sinne zur Parallelperspektive, sie wird allerdings als Grund- und Seitenriss nur auf der einfachen und nicht der räumlichen Bildebene dargestellt.

Welche Linien vereinen alle Parallelperspektiven?

Im Hinblick auf die Linien der unterschiedlichen Arten der Parallelperspektive gibt es folgende Gemeinsamkeiten beim Zeichnen des Bildraums:

  • Jede senkrechte Linie bleibt senkrecht.
  • Jede waagerechte Linie bleibt waagerecht.
  • Alle Linien, die in die Tiefe gehen, laufen parallel zueinander.

Worin unterscheiden sich die Militär- und Kavalierperspektive im Hinblick auf Winkel und Linien?

Die Militär- und Kavalierperspektive werden besonders häufig verwendet, um Bildräume abzubilden. Sie unterscheiden sich wie folgt:

  • Kavalierperspektive: Vertikale und horizontale Kantenlinien bleiben unverkürzt, die Linien in der Tiefe werden um 50 Prozent reduziert. Sie verlaufen dabei in einem Winkel von 45 Grad zur Waagerechten.
  • Militärperspektive: Alle Seiten werden unverkürzt dargestellt, keine verläuft dabei auf der Waagerechten. Die Linien in der Tiefe haben einen Winkel von 30 Grad beziehungsweise auf der anderen Seite von 60 Grad zu der Waagerechten.

Im Unterschied zur Kavalierperspektive wird die Grundfläche bei der Militärperspektive unverzerrt wiedergegeben, was eine höhere räumliche Wirkung erzeugt.

Was brauche ich, um einen Körper in der Parallelperspektive auf die Projektionsebene zu zeichnen?

Um selbst eine Parallelperspektive per Hand zu zeichnen, benötigst du:

  • einen mittelharten Bleistift
  • ein Geodreieck
  • Papier, im besten Fall Millimeterpapier als Projektionsebene
  • einen Anspitzer
  • einen Radiergummi

Hinweis: Mittlerweile gibt es viele gute digitale Tools und Programme, die professionelle 3D-Visualisierungen von Räumen und Körpern abbilden und die du natürlich auch ausdrucken kannst. Im gewerblichen Bereich ersetzen diese Programme heute fast vollständig das perspektivische Zeichnen von Hand.

Wie zeichne ich einen Gegenstand in der Parallelperspektive?

Um selbst einen Körper gegenständlich zu zeichnen, benötigst du zunächst einen geeigneten Gegenstand, der im besten Fall einfache Grundlinien aufweist. Für eine vereinfachte Darstellung der Parallelperspektive gehst du dann wie folgt vor:

  • Zeichne zunächst die Grundlinie auf die Projektionsebene.
  • Ausgehend von dieser Grundlinie zeichnest du im Winkel von 90 Grad jeweils an den beiden Eckpunkten zwei senkrechte Linien.
  • Verschliesse die Form zu einem Rechteck, indem du eine weitere Linie parallel zur Grundlinie zeichnest.
  • Zeichne von allen vier Eckpunkten jeweils eine Linie, die schräg nach hinten verläuft. Wichtig: Alle Linien müssen den gleichen Winkel zu den Grundlinien aufweisen und gleich lang sein.
  • Verbinde nun die vier neuen Eckpunkte jeweils mit geraden Linien.

Das könnte dich auch interessieren

Additive Farbmischung – Wissenswertes über ein allgegenwärtiges Phänomen

Im Licht ist Farbe. Das Licht der Sonne erzeugt den Regenbogen und lässt Blumen leuchten. Farben beeinflussen Stimmungen und setzen Signale. Unsere Sprache ordnet Gefühlen und Eindrücken Farben zu: Der Neid ist gelb, die Verliebtheit rosa, Waldgrün beruhigt, Signalrot macht wachsam. Farben sind Eigenschaften des Lichts. Physikalisch betrachtet, ist Licht eine elektromagnetische Schwingung. Wellenlängen zwischen 380 und 780 Nanometer reizen die Sehzellen unserer Augen und verursachen Wahrnehmung. Diese Beschaffenheit des Lichtes und der Netzhaut macht sich die Technik zunutze. Mithilfe der Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) entstehen in additiver Farbmischung auf Bildschirmen oder für die Raumbeleuchtung beliebig viele Zwischentöne.

Belichtungsmesser: Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Messmethoden

Fast jede Kamera besitzt einen und dennoch kann es sinnvoll sein, auf einen separaten zurückzugreifen, um optimal belichtete und professionelle Fotoaufnahmen zu erhalten. Die Rede ist von einem Belichtungsmesser, der die äusseren Lichtverhältnisse ermittelt und vorgibt, welche Einstellungen nötig sind. In unserem Ratgeber erklären wir dir die beiden Methoden, die es zur Belichtungsmessung gibt, und zeigen auf, wie die Messung bei Handbelichtungsgeräten und bei in Objektiven eingebauten Belichtungsmessern funktioniert. Ausserdem nennen wir dir die Vor- sowie die Nachteile der beiden Messmethoden.

Dokumentarfilmer besetzen eine wichtige kulturelle Nische

Inzwischen gibt es unzählige Dokumentarfilme und Produzenten und damit die unterschiedlichsten Genres und Subgenres zu jeder Kategorie. Der erfolgreichste Film dieser Art ist „Fahrenheit 9/11“ von Michael Moore, der weltweit 222 Millionen US-Dollar einspielte. Ein Dokumentarfilm hat dabei den Anspruch, authentisch zu wirken. Gleichzeitig wird dabei immer auch eine Meinung transportiert. Die Erwartungen des Betrachters an einen Dokumentarfilm sind in der Regel anders als an einen Spielfilm.

Die Mittelformatkamera – das Modell für Profis

Die bekannteste Kamera ist die Kleinbildkamera, die auch in den Formatvorgaben den Ausgangspunkt für alle wichtigen Berechnungen moderner digitaler Kameras bildet. So beeinflusst das Format immer die Brennweite und Tiefenschärfe. Eine Alternative sind Mittelformatkameras, die ein grösseres Aufnahmeformat als Kleinbildkameras haben. Sie verfügen in der Regel über einen Sucher oder können mit Lichtschacht- oder Reflexsucher genutzt werden. Das gestattet mehr Freiraum und Dynamik in der Fotografie.

Bewerbungsfotos – erfolgreich Eindruck machen

Viele träumen von einer Karriere im grossen Stil, aller Anfang ist aber schwer: Zunächst gilt es, sich erfolgreich für Jobs zu bewerben. Neben dem Lebenslauf gehört zu einer guten Bewerbung auch das richtige Bewerbungsfoto. Über ein gelungenes Bild kommt die eigene Persönlichkeit zu Geltung und es gelingt dir, Kompetenz und Neugier, Selbstbewusstsein und Stärke zu vermitteln. Ein professioneller Fotograf hilft dir, dein Bewerbungsfoto perfekt zu inszenieren, ohne dass es inszeniert wirkt. Alles rund um das gelungene Bild erfährst du hier.

Unterwasserkameras für effektvolle Fotos und Videos

Die Unterwasserwelt hat ihren ganz eigenen Zauber. Fotos und Videos, die beim Tauchen aufgenommen werden, zeigen eine berauschende Welt an Pflanzen, Fischen, Muscheln und Korallen. Dazu sind Aufnahmen unter Wasser eine tolle Abwechslung zu normalen Fotos und vermitteln die Experimentierfreude des Fotografen. Im Handel gibt es sehr hochwertige Unterwasserkameras, aber auch Modelle für den einfachen Gebrauch. Die Herausforderung und Abenteuerlust kann als intensives Erlebnis durch die Unterwasserkamera ins Bild gesetzt werden.