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Dank Brennweite der Kamera den Bildausschnitt sinnvoll anpassen

Dank Brennweite der Kamera den Bildausschnitt sinnvoll anpassen

Die Ausstattung einer Kamera bestimmt die Qualität der Aufnahmen wesentlich mit. Das Objektiv dient dabei als Auge und erzeugt die optische Abbildung von Objekten und Gegenständen. Dabei gibt es Modelle mit fester oder mit variabler Brennweite, unterschiedlicher Lichtstärke und mit oder ohne Bildstabilisator. Bei der Auswahl des Motivs ist es wichtig, den Zusammenhang zwischen Brennweite, Perspektive und Aufnahmestandort zu berücksichtigen. Alles zur Brennweite bei Kameras erfährst du hier.

Was ist die Brennweite einer Kamera?

Die Brennweite steht für die Entfernung zwischen dem Bildsensor und der Hauptebene des Objektivs oder zwischen Linse und Brennpunkt. Sie wird in Millimeter angegeben. Je grösser sie ist, desto enger ist der Bildwinkel. Je kleiner sie ist, desto mehr vergrössert sich der Bildausschnitt. Dabei besteht das Objektiv moderner Kameras aus einem Linsensystem, bei dem das Licht über den Bildsensor gebündelt wird. Objektive gibt es mit Festbrennweiten oder als Zoomobjektive. Über bewegliche Linsengruppen kannst du dann die Brennweite verändern. Der Vergrösserungsfaktor nimmt immer mit der Brennweite zu. Der Blickwinkel des menschlichen Auges entspricht in der Praxis etwa einem 50-Millimeter-Objektiv. Modelle, die unter diesem Wert liegen, sind Weitwinkelobjektive, bei denen der Blickwinkel sehr gross ist. Modelle, die oberhalb des Werts liegen, sind Teleobjektive und gestatten eine ganz eigene Perspektive und Verzerrung.

Wie beeinflusst die Brennweite die Aufnahme?

Wenn du ein Foto machst, nutzt du dazu entweder ein Normalobjektiv, ein Weitwinkelobjektiv oder eine Teleobjektiv. Die Brennweite wird bei Weitwinkelobjektiven auf das digitale oder analoge Format 36 mal 24 Millimeter bezogen und angegeben. Die Brennweite bestimmt dabei den Bildwinkel und Bildausschnitt. Nutzt du ein Normalobjektiv mit 50 Millimeter, beträgt der Bildwinkel 45 Grad. Über die Brennweite wird der Winkel beeinflusst, sodass du einen grösseren oder kleineren Bildausschnitt erzielst. Per Teleobjektiv ist ein grösserer Weitwinkel möglich, wobei du im Bild dann nicht nur das eigentliche Motiv einfängst, sondern auch umliegende Elemente, die dann verzerrt dargestellt sind. Das verändert die Perspektive.

Welche Rolle spielt der Abstand zum Objekt für die Schärfe des Bildes?

Bei der Technik des Fotografierens gilt: Je näher du ein Objekt vor der Kamera hast, desto unschärfer wird das Bild. Es muss dann in der Tiefenschärfe angepasst werden. Die Tiefenschärfe ist der Bereich zwischen dem Nah- und dem Fernpunkt, den du scharf und detailgenau wahrnimmst. Sie wird über Brennweite, Blende, Sensorformat und den Abstand zum Objekt beeinflusst. Reduzierst du die Brennweite, wächst die Tiefenschärfe, trotz des gleichen Abstands zu den Fotomotiven. Lange Brennweiten führen zu mehr Unschärfe, wodurch du einen schemenhaften Hintergrund erreichst. Gleiches erreichst du mit dem Abstand und der Distanz zum Objekt selbst. Je geringer der Abstand zum Brennpunkt ist, desto geringer fällt die Tiefenschärfe aus.

Wie lässt sich durch die Brennweite mehr Tiefe und Schärfe erreichen?

Einfluss auf Tiefe und Schärfe eines Fotos haben Blende, Brennweite und Abstand. Die Brennweite ist der Zoom und erlaubt einen grösseren oder schärferen Ausschnitt, ohne dass du den Abstand veränderst. Wenn du ein Motiv in einem bestimmten Abstand wählst, ist dieses scharf. Erhöhst du im gleichen Abstand die Brennweite, reduziert sich die Schärfenebene. Dadurch erhält ein Foto mehr Tiefe und Wirkung, weil ein Detail im Vordergrund zur Geltung kommt, der Hintergrund dagegen verschwimmt.

Was ist der Brennpunkt?

Der Brennpunkt ist der Bereich auf der Linse des Objektivs, auf dem die Lichtstrahlen von der Linse gebündelt und konzentriert werden. Besitzt dein Kameraobjektiv nur eine Linse, ist von einer Festbrennweite die Rede. Ist dagegen eine Linsengruppe vorhanden, kannst du die Brennweite beeinflussen und so auch den Bildausschnitt ohne Bewegung und Abstandsänderung anpassen.

Was ist der Unterschied zwischen Festbrennweiten und Zoomobjektiven?

Objektive mit Festbrennweite besitzen in der Optik eine feste und nicht veränderbare Brennweite. Der Bildausschnitt und der Winkel, den du fotografierst, bleiben daher immer gleich und kann nur verändert werden, indem du dich mit der Kamera bewegst. Viele Digitalkameras verfügen über Festbrennweiten. Für die kreative Entfaltung sind Zoomobjektive daher besser geeignet, denn sie erlauben manuelle Veränderungen der Brennweite. Während Festbrennweiten oftmals eine hohe Lichtstärke aufweisen und dann auch bei schlechteren Lichtverhältnissen ohne Blitz funktionieren, beeinflusst du mit Zoomobjektiven die Lichtstärke, den Bildausschnitt und den Winkel selbst durch Veränderung des Linsenabstands. Das Zoomobjektiv gibt es als:

  • Ultraweitwinkel (Brennweite ist kleiner als 20 Millimeter)
  • Weitwinkel (Brennweite liegt unter 50 Millimeter)
  • Normalobjektiv (Brennweite beträgt 50 Millimeter)
  • Teleobjektiv (Brennweite liegt über 50 Millimeter)
  • Ultrateleobjektiv (Brennweite ist grösser als 300 Millimeter)

Wie wird für die Brennweite der Crop Faktor berechnet?

Zunächst erfolgt die Angabe der Brennweite bei einem Objektiv immer auf der Basis einer analogen Kleinbildkamera, da digitale Bildsensoren in verschiedenen Grössen erhältlich sind. Je grösser dieser Sensor ist, desto grösser musst du auch die Brennweite wählen, damit der gleiche Bildausschnitt zustande kommt. Digitale Bildsensoren sind meistens kleiner und bieten einen kleineren Bildwinkel bei der Aufnahme. Wichtig für die Berechnung und Anpassung ist der Format- oder Crop-Faktor. Dieser ist der Umrechnungsfaktor in Bezug auf das typische Kleinbildformat von 35-Millimeter-Filmen. Der Crop Faktor ist das Verhältnis, das dein Foto beschneidet und gibt an, um wie viel du die Brennweite verlängerst. Du berechnest den Crop Faktor, indem du die Länge des Kleinbildformats durch die Sensorgrösse teilst.

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