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Gegenlichtblende richtig einsetzen: Diese Wirkung hat eine Streulichtblende auf die Bildqualität

Belichtungsmesser, Brennweite, Graufilter, Filtergewinde: In der Fotografie gibt es zahlreiche Begriffe, die bei Laien für Verwirrung sorgen. Besonders häufig hört man den Begriff Gegenlichtblende. Denn: Sogenannte Blendenflecken wirken sich oft auf die Bildqualität in der Fotografie aus. Während einige Fotografen diese sogar nachträglich in ihr Bild einarbeiten, möchten andere die Lichtflecken von vornherein verhindern. Dafür eignet sich eine Gegenlichtblende. Damit du sie richtig einsetzt, ist jedoch ein wenig fachmännisches Know-how gefragt. Wir verraten, wie dir schöne Bilder mit einer Gegenlichtblende gelingen, welche Funktionen sie erfüllt und wie du das passende Produkt für deine Kamera findest.

Was ist eine Gegenlichtblende für Kameras in der Fotografie?

Eine Gegenlichtblende benutzen Fotografen, um sogenannte Lens Flares, also Blendenflecken, sowie Streulicht auf Fotos zu verhindern oder zu minimieren. Blendenflecken äussern sich in der Regel als runde oder mehreckige und helle Flecken, die sich meist über das gesamte Foto verteilen oder einen bestimmten Bereich im Bild einnehmen. Gängige Synonyme für die Gegenlichtblende sind Streulichtblende und Sonnenlichtblende. Einige Profis kürzen Gegenlichtblende auch einfach mit Geli ab. Gut zu wissen: Linsenreflexionen gelten in der professionellen Fotografie nicht immer als unwillkommen. Häufig verzichten Fotografen auf eine Gegenlichtblende, um die Lichtelemente kreativ in ihre Bilder zu integrieren.

Wozu brauche ich eine Gegenlichtblende gegen Linsenreflexionen?

Du benötigst eine Streulichtblende, wenn du bewusst eine Linsenrefexion verhindern möchtest. Die Blende bringt zudem folgende Vorteile mit:

  • Schutz für dein Objektiv: Die Gegenlichtblende besitzt die Eigenschaft, deine Frontlinse und dein Objektiv zu schützen, wenn du diese vorne am Objektiv anbringst. Stürzt das Gerät oder stösst es gegen andere Gegenstände, kann die Blende also vor einem grösseren Schaden bewahren.
  • Optisches Styling-Element für deine Kamera: Gegenlichtblenden wirken besonders professionell – und verkleiden eine Kamera, die sonst etwas nackt wirkt, gekonnt.
  • Witterungsschutz: Bestimmte Bauformen und Arten von Streulichtblenden verhindern, dass Regen deine Linse trübt. So führst du auch Shootings im Freien durch, ohne zu befürchten, dass das Bild verschwommen wirkt. Gleichzeitig schützt die Blende vor der Flüssigkeit, sodass sie das Risiko für spätere Schäden am Objektiv minimiert.
  • Kontraststärke: Benutzt du eine Gegenlichtblende, schirmt diese das seitliche Streulicht ab. So entstehen scharfe, kontrastreiche Bilder. Ohne Blende wirken die Bilder häufig flau und kontrastarm, wenn das Licht Probleme bereitet.

Wie verwende ich eine Streulichtblende, um die Bildqualität zu erhöhen?

Die Bedienung einer Streulichtblende gestaltet sich in der Regel simpel, wenn du einmal den Dreh raus hast:

  1. Setze dein Objektiv zunächst auf das Kameragehäuse und lasse es einrasten.
  2. Suche nun die passende Gegenlichtblende für deine Kamera heraus und setze sie direkt vorne auf das Objektiv.
  3. Wichtig ist, dass die Blende nun einrastet. Stelle sicher, dass die Streulichtblende fest am Objektiv sitzt.
  4. Dann startest du direkt mit deinem Fotoshooting.

Tipp: Einige Fotografen lassen ihre Blende direkt auf dem Objektiv, drehen diese jedoch um. So haben sie die Blende direkt zur Hand, wenn sie diese doch einmal spontan während eines Shootings benötigen – und drehen sie danach einfach erneut um.

Wie finde ich die passende Gegenlichtblende für meine Kamera?

Es gibt unterschiedliche Arten von Gegenlichtblenden für Kameras, die sich vor allem in ihrer jeweiligen Form unterscheiden. Dennoch gilt: Lasse dich davon nicht verwirren. In der Regel erhältst du eine passende Streulichtblende mitgeliefert, wenn du dir ein neues Kamera- und Objektivset bestellst. Ansonsten berät dich der Profi im Fachhandel: Wähle eine runde Form, eine eckige Blende oder die Tulpenform. Welche zu dir passt, entscheiden auch die Objektive, die du besitzt und am häufigsten verwendest. Auch dazu berät dich ein Fachmann.

Was ist das richtige Material bei Gegenlichtblenden?

Suchst du eine Streulichtblende, kommt es auch auf die Qualität des Materials an. Folgende Blenden und Materialen stehen dabei zur Auswahl:

  • Sonnenblenden aus Gummi: Eine Blende aus Gummi lässt sich besonders einfach zwischen anderer Ausrüstung und Kamerazubehör verstauen, wenn du sie zusammendrückst. Gummiblenden federn Stösse jedoch nicht so gut ab. Sie eignen sich deshalb weniger als Schutz für dein Objektiv.
  • Streulichtblenden aus Aluminium: Diese punkten mit ihrem leichten Gewicht und schützen dein Objektiv bei Stürzen und Stössen. Aluminium gilt ausserdem als besonders robust.
  • Gegenlichtlenden aus Plastik: Bei Stürzen gegen Filtergewinde oder Bajonett gilt Plastik als erste Wahl – noch vor einer Blende aus Aluminium. Es ist im Vergleich jedoch nicht ganz so robust wie das Leichtmetall.

Warum werden meine Fotoränder mit Gegenlichtblende abgeschnitten?

Stellst du fest, dass deine Gegenlichtblende die Ränder deiner Bilder abschottet, handelt es sich in der Regel um die falsche Blende für dein Objektiv. Es kommt dann zu einer dunkleren Vignette – zulasten der Bildqualität. Auch eine spätere Bildbearbeitung rettet das Ergebnis nicht unbedingt. Lasse dich deshalb noch einmal im Fachhandel von einem Profi beraten.

Wann verzichte ich auf eine Streulichtblende für Kameras?

Ob Reflexionen, Blitze oder runde Flecken: Verzichtest du auf den Einsatz einer Gegenlichtblende, können kreative Linsenreflexionen auf deinen Bildern entstehen. Deshalb kannst du auf die Blende verzichten, wenn du zum Beispiel etwas Neues ausprobieren möchtest oder tristen Bildmotiven etwas Leben einhauchen willst. Fotografierst du professionell, kommt es bei der Verwendung von Streulichtblenden auch auf den Geschmack deiner Kunden an. Zeige ihnen dafür Fotos mit und ohne Linsenreflexionen.

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