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Fotografie und Objektmessung durch die richtige Belichtungszeit

Fotografie und Objektmessung durch die richtige Belichtungszeit

Schnelle Bewegungen oder fliessendes Wasser lassen sich im Foto verschwommen oder eingefroren detailgenau darstellen. Eine wichtige Rolle für den jeweiligen Effekt spielt die Belichtungszeit. Sie wird über Blendenöffnung und Empfindlichkeit beeinflusst und in Sekunden angegeben. Wenn es in der Fotografie darum geht, scharfe und detailgenaue Bilder zu machen, ist die Wahl der geeigneten Belichtungszeit entscheidend.

Was ist die Belichtungszeit in der Fotografie?

Die Belichtung eines Fotos bestimmt die Wirkung des Motivs, seine Bildqualität und Schärfe, und erlaubt auch ein Spiel mit Effekten, etwa bei der Langzeitbelichtung. Während einer Belichtung gelangt das Licht durch die Linsengruppe des Objektivs auf den Bildsensor digitaler Kameras. Die Belichtungszeit ist daher die Zeitspanne, in der der Sensor, oder bei analogen Modellen der Film, dem Licht ausgesetzt ist. Sie wird über zwei Einstellungen gesteuert, die Verschlusszeit und die Blendenöffnung. Gleichzeitig spielt die gewählte Empfindlichkeit für die Helligkeit des Bildes eine Rolle. Die Belichtungszeiten werden als Bruchteil von Sekunden angezeigt. Du drehst von einer vollen Stufe zur nächsten und bestimmst damit die Zeitdauer, während der das Licht auf den Sensor einwirken soll. Das kann verdoppelt oder halbiert erfolgen. Du stellst entsprechend bestimmte Belichtungszeiten ein, bei denen die Lichtmenge immer halbiert oder verdoppelt wird und mit der Zeitreihe zu den Blendenstufen kompatibel ist.

Was beeinflusst die Belichtungszeit bei der Kamera?

Mit der Belichtungszeit einer Kamera lassen sich verschiedene fotografische Effekte erzielen, aber auch die Schärfe eines Fotos bewirken. Die Bewegungsunschärfe etwa ist eine Option, bei der die Belichtungszeit wichtig ist. Je länger sie ist, desto stärker verschwimmen der Hintergrund oder die bewegten Motivdetails. Gleichzeitig verhinderst du durch die Wahl einer guten Belichtungszeit unerwünschte Verwackelungseffekte, wenn du kein Stativ benutzt. Es gilt die Faustregel, dass die Belichtungszeit nicht länger als der Kehrwert der Brennweite ist oder diesem mindestens entspricht. Nimmst du also eine Brennweite von 50 Millimeter, benötigst du eine Belichtungszeit von mindestens 1/50 Sekunden bis 1/80 Sekunden. Bei einer Brennweite von 200 Millimetern wiederum ist eine Belichtungszeit ab 1/200 Sekunden sinnvoll. Du kannst die Schärfe des Fotos aber auch durch einen Bildstabilisator beeinflussen. Über die Belichtungszeit lassen sich ebenso schnelle und bewegte Szenen verlangsamen und einfrieren. Dafür ist wiederum eine kurze Belichtungszeit notwendig. Bewegungen frierst du ein, indem du die Belichtungszeit über die Verschlusszeit regulierst. Das ist beispielsweise dann nötig, wenn du fliessendes Wasser klar und deutlich zeigen möchtest.

Welche Belichtungszeit ist für welches Motiv sinnvoll?

Je länger du ein Motiv belichtest, desto mehr Licht fällt auf den Sensor und desto mehr Licht des Motivs wird von der Kamera gesammelt. Das Bild wird daher heller, besonders bei Digitalkameras, bei denen eine Verdoppelung der Zeit auch eine verdoppelte Helligkeit bewirkt. Das ist bei Spiegelreflex etwas komplexer, wo die Lichtmenge nicht nur Schärfe und Helligkeit reguliert, sondern auch Effekte wie den Zeitraffer bei der Bildgestaltung in Videos. Natürlich ist nicht jedes Foto sehr hell gewünscht. Die Lichtmenge passt du durch die Blende oder den gewählten ISO-Wert in der Empfindlichkeit an.

Wie beeinflusse ich die Belichtungszeit durch den ISO-Wert und die Empfindlichkeit?

Die Belichtungszeit wird immer durch die Blende und den ISO-Wert bestimmt. Die Empfindlichkeit regulierst du über die Parameter des ISO-Werts, also ISO 100, ISO 120 und so weiter. Er beeinflusst die Empfindlichkeit des Bildsensors. Aus einem niedrigen ISO-Wert folgt eine niedrige Lichtempfindlichkeit. Mit Erhöhung der Empfindlichkeit kannst du bei möglichst weit geöffneter Blende auch bei schlechten Lichtverhältnissen eine gute Bildqualität ohne Bildrauschen erzielen oder bewegliche Objekte deutlich fotografieren.

Welche Rolle spielen die Blende und die Blendenzahl für die Belichtung?

Die Blende ist ähnlich aufgebaut wie dein Auge. Bei Helligkeit verengt sich die Pupille, um den Lichteinfall zu reduzieren. Bei Dunkelheit weitet sie sich. Die Blende arbeitet genauso: Je weiter du sie öffnest, desto mehr Licht fällt ein. Sie lässt sich schliessen, um die Belichtungszeit des Sensors zu verkürzen. Wie weit du die Blende öffnest, wird in der Blendenzahl angegeben (mit Angaben wie f/1.4, f/2.8, f/16 und so weiter). Dabei gilt, je mehr du die Blende öffnest, desto kleiner ist die Blendenzahl und desto heller das Bild. Hiermit beeinflusst du dann auch die Schärfentiefe. Je kleiner die Blendenzahl, desto geringer die Schärfentiefe.

Welche Auswirkungen hat die Belichtungszeit auf die Bildschärfe?

Neben der Helligkeit hat die Belichtungszeit immer Auswirkungen auf die Schärfe eines Motivs. Damit ist nicht die Schärfentiefe, die von der Blende abhängt, oder die Schärfe beim Fokussieren oder Zoom gemeint. Vielmehr hat die Belichtungszeit Einfluss auf Unschärfen, die durch Bewegung entstehen, beispielsweise, wenn du ohne Stativ arbeitest oder die Kamera nicht ruhig hältst, aber auch beim Einfangen von beweglichen Objekten. Das liegt daran, dass die nicht mehr deckungsgleichen Motivteile in Richtung der Bewegung unscharf abgebildet werden. Das Bild verwischt oder verwackelt. Wenn du nun die Belichtungszeit änderst, indem du eine kleine Blendenöffnung verwendest, ergibt sich eine daran angepasste Belichtungszeit

Welche Automatikprogramme gibt es bei Digitalkameras für die Belichtungszeit?

Tatsächlich erfordert es viel Können, die Blende, Verschlusszeit und den ISO-Wert jedes Mal einzustellen. Daher kannst du auch vorgegebene Programme nutzen, die die Schärfentiefe regulieren oder als Zeitautomatik bei Digitalkameras vorhanden sind. Solche Funktionen erlauben eine automatische Anpassung von ISO-Empfindlichkeit und Verschlusszeit, während du die Blende manuell einstellst.

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