Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Biometrisches Passfoto – Lächeln verboten und andere Anforderungen

Um eine eindeutige Gesichtserkennung in offiziellen Dokumenten zu ermöglichen, gibt es internationale Vorgaben, die die Biometrietauglichkeit eines Passfotos beschreiben. Diese Bestimmungen wurden in Zusammenarbeit mit der EU und der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation vorgegeben und über eine Foto-Mustertafel definiert. Dennoch herrscht immer noch Unsicherheit darüber, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Im Folgenden soll dieser Text deine wesentlichen Fragen dazu klären.

Was ist ein biometrisches Passfoto?

Biometrie beschreibt eine Wissenschaft, die sich mit der Messung und Analyse biologischer Daten bzw. körperlicher Merkmale beschäftigt. Bezogen auf ein Passbild bezeichnet biometrisch die Messung einiger unveränderlicher Eigenschaften eines Gesichts. Diese werden vermessen und ermöglichen dadurch die maschinengestützte Identifikation einer Person. Ein biometrisches Bild ist somit ein Passfoto, das bestimmte formale Voraussetzungen erfüllen muss, um die Gesichts- und somit Personenerkennung zu erleichtern. Zu den vermessenen Erkennungsmerkmalen zählen zum Beispiel der Augenabstand und der Stand der Wangenknochen. Die biometrischen Daten können zusätzlich auf einem Chip im Ausweisdokument gespeichert werden.

Wofür brauche ich es?

Ein biometrisches Passbild brauchst du mittlerweile für fast alle offiziellen Ausweisdokumente. Für die Identitätskarte und den Reisepass ist es ein Muss. Für den Führerausweis reicht hingegen weiterhin ein klassisches Passbild. Da auch im Ausland fast überall biometrische Fotos für Ausweisdokumente benötigt werden, wird oft auch bei der Beantragung eines Visums ein solches Bild vorausgesetzt. Da die Grössen teilweise abweichen, informiere dich am besten vor Einreise oder Antrag. Durch die Maschinenlesbarkeit der biometrischen Personendaten soll verhindert werden, dass Ausweise gefälscht werden bzw. sich jemand als falsche Person ausgibt. Somit soll letztendlich die Sicherheit verbessert werden. Dennoch gelang es Aktivisten in der Vergangenheit, zwei biometrische Bilder zu verschmelzen und es in einen Reisepass einbauen zu lassen.

Was sind die Anforderungen an ein biometrisches Foto für den Reisepass?

Die offiziellen Passbildbestimmungen beschreiben detailliert, welche Voraussetzungen ein biometrisches Passfoto erfüllen muss, sodass die personenspezifischen Gesichtsmerkmale einwandfrei erkennbar sind. So muss das Gesicht absolut frontal fotografiert sein. Du musst einen neutralen Gesichtsausdruck haben und darfst auf dem Bild nicht lächeln. Der Mund muss geschlossen sein und deine Brille darf die Augen nicht verdecken. Bei Brillenträgern ist zusätzlich darauf zu achten, dass die Brillengläser nicht spiegeln und nicht getönt sind. Die Bilder können farbig oder in Graustufen sein. Bei einem Antrag für ein offizielles Dokument darf das biometrische Passbild nicht älter als ein Jahr sein.

Welche formalen Anforderungen an Format, Ausleuchtung und Hintergrund gibt es?

Die Passbildgrösse beträgt 35 x 45 Millimeter, wobei das Gesicht der fotografierten Person vom Kinn bis zur Schädeldecke mindestens 29 Millimeter und höchstens 34 Millimeter beträgt. Das Gesicht wird zudem mittig auf dem Foto zentriert, um die Gesichtserkennung zu gewährleisten. In Ausnahmen darf die Frisur bei voluminösen Haaren über den Rand des Bildes hinausragen. Bei der Bildqualität müssen folgende Details beachtet werden:

  • scharfes und kontrastreiches Foto
  • gleichmässige Ausleuchtung
  • keine Schatten im Gesicht
  • natürliche Hauttöne, keine roten Augen
  • einfarbiger, neutraler Hintergrund
  • klare Abgrenzung zwischen Hintergrund und Kopf
  • glattes Fotopapier ohne spürbare Struktur

Was gibt es bei Babys und Kleinkindern zu beachten?

Gerade bei kleinen Kindern ist es schwierig, die formellen Vorgaben einzuhalten, da sich bei ihnen der Gesichtsausdruck und die Haltung nur bedingt beeinflussen lassen. Zudem ist es wichtig, dass Mutter oder Vater oder das geliebte Kuscheltier nicht mit auf dem Bild sind. Bei Kindern bis zum Alter von elf Jahren muss die Gesichtshöhe auf dem Foto vom Kinn bis zur Schädeldecke mindestens 23 Millimeter betragen. Insgesamt werden die Bestimmungen bei Babys zum Glück nicht allzu streng ausgelegt, sodass insbesondere beim direkten Blick in die Kamera und dem neutralen Gesichtsausdruck Abweichungen akzeptabel sind.

Welche Kleidung und Accessoires kann ich tragen?

Grundsätzlich kannst du deine Kleidung frei wählen, zumal nur ein Bruchstück auf dem Foto zu sehen sein wird. Es empfiehlt sich, eine Bluse oder ein Hemd zu tragen, da später nur der Kragen sichtbar ist. Das Tragen einer Uniform ist nicht erlaubt. Auch Make-up oder eine kleine Halskette können gern getragen werden, solange sie dich nicht allzu sehr verändern. Wichtig ist bei der Wahl der Kleidung und Accessoires nur, dass wesentliche Gesichtsmerkmale nicht verdeckt werden. Die Haare dürfen nicht zu weit ins Gesicht ragen. Die Brille darf die Augen nicht verdecken. Kopfbedeckungen sind nicht erlaubt und auch das Tragen auffälliger Haarbänder ist nicht akzeptabel. Ausnahmen bilden Kopfbedeckungen aus religiösen oder medizinischen Gründen. Hier muss das Gesicht allerdings vom Kinn bis zum Haaransatz erkennbar sein.

Wo kann ich das biometrische Passbild machen lassen?

Aufgrund der zahlreichen Bestimmungen, die für ein biometrisches Passbild gelten, lässt du es am besten bei einem guten Fotografen machen. Er oder sie wissen genau, worauf zu achten ist, und du kannst am Ende sicher sein, dass das Foto den Anforderungen entspricht. Wer sich intensiv mit den Voraussetzungen auseinandergesetzt hat, kann das Passfoto auch selbst erstellen. Dafür benötigst du eine Digitalkamera und einen Passfoto-Generator. Das geknipste Ausgangsbild wird mithilfe der Software an die biometrische Schablone angepasst. Bei der Nutzung eines Fotoautomaten ist übrigens nicht gewährleistet, dass am Ende ein biometrietaugliches Foto entsteht.

Das könnte dich auch interessieren

Polarisationsfilter: Landschaftsfotografie optimal durch ein Mehr an gesättigten Farben

Der Polarisationsfilter ist in der Fotografie essenziell. Optische Filter dienen dazu, das Umgebungslicht in Bezug auf verschiedene Aspekte – darunter Wellenlänge, Polarisationszustand und Einfallsrichtung – zu selektieren oder zu streuen, ehe es auf das Objektiv der Kamera trifft. Optische Filter arbeiten nach dem Prinzip optischer Systeme, die in ihrem Aufbau eine Sammellinse, Zerstreuungslinse oder einen Hochpass- oder Tiefpassfilter verwenden. Die wichtigsten Filter in der Fotografie sind der UV-Filter, Infrarotfilter, Neutraldichtefilter sowie der hier beschriebene Polarisationsfilter. Ausserdem bereichern Spezialfilter und Effektfilter die farbenfrohe und kreative Welt des Hobby- oder Profifotografen. Heutzutage ist es allerdings üblich, einige Filter durch Bildbearbeitungsprogramme zu ersetzen.

Portraitphoto: Wichtige Tipps, um Menschen gekonnt in Szene zu setzen

Portraitphotos gehören zu den beliebtesten Motiven von Fotografen und gelten nicht umsonst als Königsdisziplin. Um einen Menschen gekonnt ins rechte Licht zu rücken und im richtigen Moment abzudrücken, sodass ein schönes Portraitphoto entsteht, bedarf es einiges an Geschick und Wissen sowie natürlich einer guten Kamera. Wir geben dir hilfreiche Tipps und Tricks, worauf du beim Fotografieren achten solltest, damit du ausdrucksstarke, scharfe und authentische Bilder für dein Portfolio erhältst.

360 Grad Kamera - Professionelle Fotos und Videos mit Rundumblick

Das Ziel aller 360-Grad-Kameratechnologien ist die Aufnahme von Rundum-Bildern. Den meisten Menschen dürften Kameras mit einem Fischaugen-Objektiv bekannt sein. Die Zusammenstellung der Einzelbilder zu einer Panoramaaufnahme oder einem Film erfolgt dabei durch eine spezielle Technik und Software. Die Bildauflösung (in Megapixeln) von 360-Grad-Bildern ist ähnlich der von digitalen SLR-Panorama-Kameras. Ein Schwachpunkt, mit dem eine Komponente der Modelle dennoch behaftet ist, ist ein relativ bescheidener interner Speicher (in GB). Viele 360-Grad-Kameras zeichnen mit 4k auf, und grosse Speicherkarten stossen schnell an ihre Grenzen. Eine ganz bemerkenswerte Anwendung ist der Einsatz als Drohnenkamera.

Der Kameragurt: 7 Fragen zum praktischen Zubehör für die Kamera

Die Arbeit mit einer Kamera erfordert nicht nur Kreativität und technisches Geschick, sondern vor allem gutes Zubehör, das dir die Arbeit erleichtert. Während einige Zubehörteile, wie etwa ein Objektivadapter, nicht immer notwendig sind, gibt es andererseits etwa den Kameragurt, der zur Standardausrüstung gehört. Die unterschiedlichen Modelle und Tragesysteme machen es uns jedoch nicht einfach, auf Anhieb das passende Produkt zu finden. Im folgenden Ratgeber erfährst du alles Wichtige zum Thema Tragegurt für die Kamera und bekommst Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Neugeborenenfotografie – darauf kommt es bei Babyfotos in der Familienfotografie an

Die Neugeborenenfotografie bietet Eltern und Kindern die Möglichkeit, ihr frisches Familienglück visuell zu verewigen. Da die Babyfotografie sich von anderen Shooting-Arten jedoch unterscheidet, ist ein besonderes Feingefühl des Fotografen gefragt. Denn: Nicht immer läuft die Babyfotografie nach Plan. Dann ist Flexibilität gefragt – nicht nur vom Fotografen, sondern auch von den anderen Familienmitgliedern. Welche Schwierigkeiten es gibt und wie du dich auf das Fotoshooting vorbereitest, fassen wir im Folgenden zusammen.

Zentralperspektive – warum sie beim Fotografieren wichtig ist

Ein schöner alter Turm, ein unglaublich hoher Baum, ein Hochzeitspaar – das sind tolle Fotomotive. Wie aber machst du auch tolle Fotos daraus? Das ist eine Frage des Standpunkts und der führt zur Perspektive. Wieso?